3-Etappen-Rennen in Weilburg (Hessen)

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Campo Schmitz beim Anstieg in der ersten Etappe

Seit vielen Jahren findet in Weilburg-Odersbach zu Beginn der hessischen Sommerferien ein 3-Etappen-Rennen für die Jugend statt. Was tun also die Bocholter Jugendfahrer, wenn die Ferienlangeweile zu groß wird? Sie starten in die Berge.

 

Rund um die dortige Jugendherberge, die für die Fahrer aus dem In- und Ausland reserviert ist, startete am Samstagmorgen zunächst ein Rundstreckenrennen von gerade mal 14,4 km verteilt auf 11 Runden. Nicht viel sollte man meinen, nur dass nahezu die Hälfte der Runde mit 10% Steigung bergauf und die andere Hälfte ebenso bergab verläuft. Auf 14,4 km sind somit rund 450 Höhenmeter zu bewältigen. Bereits in der ersten Runde zog sich das Feld lang auseinander und nach dem Ziel lagen überall die Fahrer im Gras und fragten sich, warum sie sich das antun.

 

Nach dem Mittagessen legten alle die Beine hoch, denn für den Nachmittag stand noch ein Bergzeitfahren auf dem Programm: 1,3 km lang und mit 125 Höhenmetern durchgängig steil. Warmfahren, in die Startaufstellung begeben und der Countdown läuft. Bei Null geht es los und nach wenigen Metern brennen bereits die Beine. Die ersten Meter im Ort sind die steilsten, doch auch danach zieht sich der Berg noch lange hinauf bis zur Jugendherberge. Oben gibt es dann wieder das Bild wie nach der ersten Etappe, völlig verausgabte Fahrer im Gras, die gerade tausend
Tode gestorben sind.

 

Am Sonntagmorgen stand dann die große Ausfahrt an. 59 km lang, stets bergauf und -ab und mit seinem Schlussanstieg, der sich gewaschen hat. Ein Teilstück führt dabei über eine mit Rasensteinen gepflasterte Rampe bei strahlendem Sonnenschein. Wenig später wird es noch einmal steiler bis zur Jugendherberge und dann ist das Ziel erreicht.

 

Dieses Mal mischt sich in das Gefühl der Erschöpfung auch ein anderes: Der Stolz dieses Rennen durchgefahren zu sein und nicht aufgegeben zu haben. Glückwunsch an die vier RC-77 Jugendfahrer, die ein wenig große Radsportluft geschnuppert haben. Es sind dies: Hendrik Henseler (30.), Juri Beforth (33.), Campo Schmitz (38.) und Felix Niemann (41.).